Der Name Henrichenburg resultiert aus der Namensgebung der gleichnamigen Burg, die erstmals im Jahre 1263 urkundlich erwähnt wurde.
Die Gemeinde Henrichenburg, gelegen an der Bundesautobahn A2 und dem Rhein-Herne-Kanal, im Kreis Recklinghausen, ist der nördlichste Stadtteil der Europastadt Castrop-Rauxel. Erst im Jahre 1975 wurde Henrichenburg, aufgrund der kommunalen Neugliederung, zu einem Stadtteil der Europastadt, vormals gehörte der Landstrich zur Stadt Waltrop. Besonders stolz sind die Menschen in Henrichenburg auf ihre eigene telefonische Vorwahl 02367, die trotz Eingemeindung nach Castrop-Rauxel ihren Fortbestand behielt – die alte Postleitzahl 4620 entfiel jedoch leider im Rahmen der Neuorganisationen der Postleitzahlen.
Im südlichen Teil der Gemeinde Henrichenburg befindet sich der historisch gewachsene Ortskern, neben der Ortsmitte gehören die Gemeindeteile Becklem und Borghagen ebenfalls zum nördlichsten Landstrich der Stadt Castrop-Rauxel. Flächenmäßig stellt Becklem mehr als die Hälfte der Fläche Henrichenburgs, etwa ein Viertel der Fläche der Gemeinde Henrichenburg wird als Borghagen bezeichnet. Die Gesamtfläche der Gemeinde beträgt knapp 7,4 Quadratkilometer, auf der rund 5.150 Menschen leben.
Das im Jahre 1937 durch den Oberpräsidenten Westfalens verliehene Ortswappen von Henrichenburg ist angelehnt an die Familie von Düngelen, die von 1382 bis 1480 die Burg Henrichenburg in ihrem Besitz hatte und ebenso Schlossherren des Schloss Bladenhorst waren. Das Henrichenburger Wappen zeigt einen von „links oben“ nach „rechts unten“ verlaufenden schwarzen Balken, versehen ist der Balken mit drei goldenen Rauten. Im rechten oberen Teil des Wappens wird ein Boot gezeigt, ebenso zeigt das Wappen ein Boot im linken unteren Teil, die Darstellung der Boote ist eine Anlehnung an das Schiffshebewerk Henrichenburg.
Henrichenburg verfügt schon seit langer Zeit über eine sehr gute infrastrukturelle Anbindung. Neben dem alten Schiffshebewerk erhielt die Gemeinde bereits im Jahre 1911 die Anbindung in das Umland, mit der Eröffnung einer Straßenbahnverbindung nach Castrop-Rauxel. Am 12. November 1938 wurde zudem der erste Abschnitt der Reichsautobahn, der heutigen Bundesautobahn A2 eröffnet.
